Archiv der Kategorie: Entwicklung

Ausrüstung

Ein Biathlet sollte über gute Wetterkenntnisse verfügen und dementsprechend in der Lage sein auf Änderungen zu reagieren.

Man Unterscheidet zwischen Längswind – parallel zur Schussrichtung, Seitenwind – dieser kommt quer zur Schussrichtung, Schrägwind – ca. 30’ bis 60’ zur Schussrichtung.

Dafür ist das Anschießen wichtig, um sich eine Einschätzung der Verhältnisse leichter zu machen.

Zusätzlich können Lichtbedingung ausschlaggebend sein (Nebel, Schneefall, etc.).

Voraussetzung für eine gute Trefferquote sind die korrekte Einstellung des Diopters, sowie die richtige Wahl des Korns.

Die Ski haben sich enorm entwickelt. Bis Anfang der 70er Jahre war Holz das Material aus dem die Ski hergestellt wurden.

Während und nach der Ski-WM, 1974 in Falun, wurden einige Athleten erstmals mit Kunstoffski ausgerüstet.

Zurzeit werden Ski mit Carbongewebe entwickelt, welche teilweise weniger als 500g wiegen. Vorschriften im Regelwerk besagen, zusammen müssen beide Ski mindestens 750g wiegen und die Minimallänge ergibt sich aus Körpergröße – 4cm.

Nachdem die Stöcke zunächst auch aus Holz bestanden, werden diese heutzutage auch aus Carbon gefertigt.

Optimal sind Stöcke mit einer Länge bis zur Nasenspitze.

Um die Ski ideal zum Gleiten zu bringen gilt es, die Reibung (Bremswirkung), welche zwischen Ski Belag und Schnee entsteht, so gering wie möglich zu halten.

Deshalb ist Wachs ein wichtiger Bestandteil des Biathlonsports. Wachs erhöht die Oberflächenspannung der Skilauffläche und wirkt somit abstoßend gegenüber dem Wasserfilm, der beim Gleiten entsteht.

(Quelle: Biathlon Limpert Verlag, Klaus Nitzschke)

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Schiessen als Angelpunkt des Biathlons

1976 veränderte Dieter Anschütz die Biathlonidee mittels der Entwicklung eines revolutionären Kleinkaliebergewehres.

-> erfolgreicher und volksnaher, als mit den schweren, großkalibrigen Zentralfeuerwaffen

-> öffnete den Biathlonsport auch für Frauen und Jugendliche

-> die kleineren, leichten Gewehre erlaubten das Schießen auf eine für Kleinkalibergewehre übliche Entfernung von 50m im Gegensatz zu 150m.

Dies sorgte für wesentlich geringeren Platzbedarf. Ebenfalls konnten die Zielscheiben kleiner gehalten und Munitionskosten erheblich reduziert (auf 10%) werden.

Der daraus resultierende geringe Geräuschpegel führte zu höheren Zuschauerzahlen.

01.01.1978 Einführung des Kleinkalibergewehrs.

-> Teilnehmeranstieg bei den Biathlonwettbewerben

Olympische Winterspiele 1976, 85 Herren aus 19 Ländern

1998, 105 Herren und 95 Damen aus 30 Nationen

  1. Weltmeisterschaft für Damen 1984 in Charmonix, 37 Damen und 60 Juniorinnen aus 16 Ländern.

Jugendliche 12-15 Jahren hatten nun auch die Möglichkeit diesen Sport zu betreiben.

1984 Einsatz des Geradezugverschluss. Die Verschlussführung (kann schnell mit dem Zeigefinger geöffnet und mit dem Daumen axial verschlossen werden) entlang der Laufachse verhindert, dass das Gewehr aus der Ziellinie abgelenkt wird und erleichtert die Zielfindung nach dem Repetiervorgang.

Im Biathlonsport wird mit Patronen des Kaliber .22 geschossen.

Der Schlagbolzen der Waffe trifft auf den Rand der Patrone, der die Initialzündung enthält, diese entzündet den Rest des Treibladungspulvers. Mit ca. 340 m/s fliegt dass Geschoss in Richtung Ziel.

Der Schießstand besteht in der Regel aus 30 Schussbahnen.

In 50m Entfernung befinden sich die 5 Metallscheiben, die oftmals über Sieg oder Niederlage entscheidet.

Der Durchmesser der Scheibe für einen Versuch im Liegen beträgt 4,5cm und aus dem Stand wird auf eine Scheibe mit einem Durchmesser von 11,5cm geschossen.

Je nach Wettbewerb bedeutet ein Fehlschuss, dass eine Strafrunde (150m, ca. 24 Sekunden Verlust) gelaufen werden muss.

Beim Schussvorgang bilden sich Pulver- und Wasserrückstände, die gefrieren können und auf gegebenenfalls eine Streuung der Geschosse verursachen kann.

Durch Tests bei -20 Grad (Tiefsttemperatur) wird diesem Szenario versucht vorzubeugen.

 

(Quelle: Biathlon – verständlich gemacht, Copress Sport, Wilfried Hark)