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Doping im Biathlon

Das Thema Doping ist wie bei jeder anderen Sportart ein absolut rotes Tuch. Es gibt viele Fälle, die auftauchen und entsprechend bestraft werden wie bei jeder anderen Disziplinen auch. Jedoch ist die Frage nach den Motiven teilweise sehr spekulativ. Das Motiv, welches am ausschlaggebend für ein Dopingvergehen in Frage kommt, dürfte wohl der sportliche Erfolg und damit verbunden die mediale Aufmerksamkeit sein. Bei den Olympischen Winterspielen 2014 entwickelte sich Biathlon zu einem Publikumsmagnet und erreichte laut Stuttgarter Zeitung (Vgl. http://www.stuttgarter-zeitung.de/inhalt.olympia-in-sotschi-ard-und-zdf-freuen-sich-ueber-hohe-einschaltquoten.1632ed97-4d29-4f0b-993f-9b4a0a424b65.html Stand:14.1.2015) Marktanteile von bis zu 41 Prozent. Sogar die Prämien für gewonnenes Edelmetall stiegen auf 20.000 Euro für Gold, 15.000 Euro für Silber und 10.000 Euro für Bronze (Vgl. http://www.spox.com/de/sport/olympia/winterspiele-2014/1402/News/deutsche-olympia-teilnehmer-in-sotschi-duerfen-sich-ueber-hoehere-praemien-freuen-alfons-hoermann-dosb.html Stand: 14.1.2015). Nun ist es wichtig bei einem solch großen und saisonalen Ereignis eine gute Leistung zu erzielen, um eventuell die deutsche Sportförderng auf die Sportart aufmerksam zu machen oder sich selber als Sportler als eine Art Zugpferd ala Magdalena Neuner zu etablieren. Ich möchte in keinster Weise auf Evi Sachenbacher-Stehle anspielen, da sie ja ja auch vom Sportgerichtshof (CAS) begnadigt wurde und nicht die üblichen 2 Jahre, sondern nur 6 Monate gesperrt wurde (Vgl. http://www.sportschau.de/wintersport/biathlon/ruecktritt-karriereende-evi-sachenbacher-stehle-100.html Stand: 14.1.2015), was ihren Rücktritt jedoch nicht verhinderte.

Ich möchte nur deutlich machen, dass der Biathlonsport eine sehr geringe Aufmerksamkeitspanne für den Rezipienten bietet im Vergleich zu Sportarten wie Fußball und es somit immens wichtig ist für die Sportler zu glänzen, was die Ergebnisse angeht, damit die eine oder andere Vermarktungsidee auch abseits der Wintermonate zu Erfolgen führt. Als einen anderen Aspekt könnte man auch nationale Interessen nennen. Es klingt vielleicht etwas veraltet, aber es ist durchaus möglich, dass man sich bei olympischen Spielen im eigenen Land nicht die Blöße geben möchte und nationale Stärke demonstrieren möchte. Vor ein paar Tagen(12.1.2015) wurden dann auch 2 Namen von Dopingsünder veröffentlicht, von welchen einer dem russischen Team angehört (Vgl. http://www.sportschau.de/wintersport/biathlon/weltverband-ueberfuehrt-epo-doper100.html Stand: 15.1.2015) Erst kurz zuvor wurden ebenfalls laut der Internetquelle Sportschau.de ( Stand:12.1.2015) zwei russische Biathletinnen des Dopings mit EPO überführt, wobei eine von Ihnen wegen wiederholtem Vergehen für 8 Jahre gesperrt wurde. Man kann anhand dieser Beispiele nur Vermutungen anstellen. Könnten es Einzelfälle gewesen sein oder handelt es sich hierbei um ein System was noch nicht ganz fehlerfrei funktioniert? Eins ist auf jeden Fall sicher. Der Biathlon ist wie viele andere Sportarten auch nicht sauber. Es werden vermutlich auch in Zukunft Dopingfälle zum Vorschein gelangen, die wiederum bestraft werden. Die Frage ist nur, ob es möglich ist diese Vergehen rechtzeitig einzudämmen, sodass die Anzahl der Fälle nicht weiter ansteigt. Sollte man höhere Siegprämien ansetzen oder Ähnliches? Es ist sehr schwer das zu beantworten. Der Biathlonsport hat sich allmählich von einer Randsportart zum Publikumsliebling der Wintersportarten in Deutschland entwickelt. Es könnte möglich sein, dass zumindestens auf dem deutschen Markt mehr Unternehmen großzügige Sponsoring-Verträge aufsetzen. In anderen Ländern könnte das dann eher zum Dopingvergehen führen, da man mit sportlichem Erfolg auf sich aufmerksam machen möchte. Es klingt schon fast wie Abwärtsspirale aus der man nicht herauskommt. Fehlt der Erfolg, dann fehlen auch die Gelder. Ist der Erfolg da und somit auch die lukrativen Einnahmen, möchte man langfristig oben bleiben. Zu welchem Preis dies geschieht ist den Teams selbst überlassen. Aber es wäre im Sinne der Olympischen Idee und auch im Sinne der treuen Fans und Anhänger dieser Sportart den Wettkampf auf faire Art und Weise zu bestreiten.